Sportunion

Krems



Langjähriger Präsident wiedergewählt

Generalversammlung 2020Die Sportunion Krems wählte am 26. August ihren Vorstand neu. Präsident Emmerich Eder, der seit 1966 im Vorstand tätig ist und seit 24 Jahren die Geschicke des Traditions-Sportvereins als Obmann führt, wurde in seinem Amt einstimmig bestätigt. Schriftführerin ist Doris Hehberger, Kassier bleibt Jürgen Übl.
Bei seinem Tätigkeitsbericht führte Eder die aktuellen Herausforderungen im Hinblick auf COVID-19 aus, da die Turnkurse für rund 170 Teilnehmer während des Corona-Shutdown unterbrochen werden und fast alle Sektionen ihren Übungsbetrieb einstellen mussten. Durch weggefallene Trainingsentgelte entstand dem Verein auch ein wirtschaftlicher Schaden.
Die Sportunion Krems ist einer der wenigen Mehrspartenvereine mit aktuell sieben Sektionen. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist dem Präsidenten eine Herzens-Angelegenheit: "Es ist uns ganz wichtig, vor allem junge Menschen mit dem 'Bewegungsvirus' zu infizieren." Das Angebot der Sportunion Krems reicht von Turn- und Bewegungskursen, Gymnastik, Fechten, Badminton, Volleyball, Mountainbike, Handball bis hin zu Irish-Step-Tanz. Vor allem die Sektion "Fechtunion Krems" zeigt international immer wieder mit Spitzenleistungen auf. Der Verein hat aktuell 363 Mitglieder.

Tokio noch immer im Fokus
Fecht-Ass Johannes Poscharnig hat ein klares Ziel

Johannes PoscharnigBei der am Freitag, 31. Juli abgehaltenen Pressekonferenz in den Räumlichkeiten von Sponsor Volksbank ließ der aktuelle und 6-fache Staatsmeister im Florett zuerst die letzten Monate Revue passieren. „Der Lockdown im März erwischte mich beim Grand Prix in Anaheim (Kalifornien), der erst am Tag vor dem Wettkampf abgesagt wurde. Im Anschluss wurden alle Flüge nach Europa gecancelt. Es dauerte einige Tage, um wieder nach Hause zu kommen“.
Danach war in den eigenen 4 Wänden, wie für viele Athleten, eine neue, einsame Art des Trainings angesagt. Alleine versuchte der Heeressportler das Beste aus der Situation zu machen.
Mittlerweile hat der Kremser seine Zelte in Rom, wo er zuletzt 1,5 Jahre mit der italienischen Weltklasse trainierte, abgebrochen, um in Österreich noch einmal durchzustarten und das Ziel Tokio 2021 doch noch zu erreichen. „Mein Trainer Guido de Bartolomeo wurde vom Österreichischen Fechtverband verpflichtet und beginnt im September als Floretttrainer im Leistungszentrum Südstadt. Für mich ist das natürlich optimal!“
Dennoch ist es bis zum Traum Olympia noch ein langer und steiniger Weg. Die Zonen-Ausscheidung in Madrid soll im April 2021 stattfinden. Nur der Turniersieger hat das Anrecht auf einen olympischen Startplatz. In wohl kaum einer anderen Sportart ist die Qualifikation so schwer, aber aufgeben war für den 30-jährigen noch nie ein Thema.

Freude an der Bewegung

KinderturnenBewegung ist bekanntlich in jedem Alter wichtig. Wenn man Kinder für sportliche Aktivitäten begeistern kann, ist ein Grundstein für ein gesundes Leben bis in Alter gelegt. Beim Kinderturnen sind uns stets abwechslungsreiche Bewegungslandschaften und ein vielfältiges Angebot an gemeinsamen Bewegungsspielen sehr wichtig. Jede Einheit soll den Kindern Spaß und natürlich körperliche Aktivität bringen. Somit wird Freude an der Bewegung vermittelt, die viele Jahre erhalten bleiben soll.

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Österreichs Nummer 1 kehrt zu seinem Heimverein zurück

Johannes Poscharnig geht ab sofort für die Fechtunion Volksbank Krems an den Start

Johannes PoscharnigErstmals ist es aufgrund einer Regeländerung des Österreichischen Fechtverbandes möglich, während der Saison den Verein zu wechseln. Johannes Poscharnig nutzte diese Chance und verließ die Fechtunion Mödling, um ab sofort für seinen Heimatverein um Medaillen und Pokale zu kämpfen. Auf seine Gründe angesprochen, antwortete der 30-jährige: „Krems ist meine Heimatstadt, ich fühle mich der Region noch immer sehr verbunden. Ich hatte hier große Erfolge, bin hier groß geworden und habe vieles gelernt. Ich habe dem Verein viel zu verdanken und möchte etwas zurückgeben“. Natürlich steht weiterhin die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio im Fokus, Johannes Poscharnig lässt sich aber noch nicht in die Karten blicken, wie seine weitere Fecht-Karriere verlaufen wird: „Ich weiß nicht, wie lange ich noch fechte, ob das schon meine letzte Saison ist, noch einige Jahre anhänge oder sogar noch bis zu Olympia 2024 in Paris weitermache“. Fakt ist auf jeden Fall, dass der Traditionsverein mit einem Schlag ein starkes Team zur Verfügung hat, denn mit Martin Kain und Mario Langer stehen noch zwei weitere Top-Fechter bei der Fechtunion Krems an der Planche. Die Chancen für Edelmetall im Mannschaftsbewerb bei den Österreichischen Meisterschaften im Juni sind jedenfalls gewaltig gewachsen.

2 Siege beim Union Cup

Elisa Pehofer und Theodor von See stehen in Krems ganz oben

UnioncupBei der zweiten Runde des Sportunion Fechtcups in der Kremser Sporthalle konnten sich die Kremser Jungfechter erneut in Szene setzen. Bei den Jüngsten war dieses Mal Theodor von See vor seinem Bruder Jonathan erfolgreich. Elisa Pehofer wiederholte in der Jugend C Ihren Sieg aus Mödling und führte somit vor Rebecca Atzinger und Anabel Wittner sogar einen Dreifach-Triumph an. In der Jugend B fehlte Isabel Wittner nur ein Treffer zum Sieg und wurde so Zweite vor Alrun Kropf. Bei den Burschen erreichten Maxi Zörner und Maximilian Raimitz mit Platz 2 und 3 das Podest.

Johannes Poscharnig zurück in der Weltspitze
Mit Platz 29 beim Weltcup in Tokio Vertrauen getankt

Johannes PoscharnigDas Kremser Aushängeschild zeigte beim Test-Event für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio eine starke Leistung. Nach 4 Siegen in der Vorrunde und 2 klaren Siegen in der ersten Runde erreichte Poscharnig den Hauptbewerb. Dort wartete der starke Spanier Carlos Llavador, der aber beim 15:8 nicht den Hauch einer Chance hatte. Somit befand sich das Kremser Fechtass bereits unter den besten 32, wo der spätere Finalist Maxime Pauty (FRA) die Oberhand behielt und den Erfolgslauf in Tokio beendete.
"Die Formkurve zeigt deutlich nach oben, das Ziel lautet nach wie vor Olympia 2020" zeigte sich Poscharnig nach diesem Erfolg kämpferisch. Den nächsten Schritt zur Olympia-Qualifikation bestreitet der derzeit in Rom Trainierende Anfang Jänner beim Weltcup-Turnier in Paris.